Hausarbeit: Essstörungen und Medien
Im Wintersemester 08/09 habe ich meine Hausarbeit in der Übung “Körperinszenierungen” über das Thema Essstörungen geschrieben: über den Zusammenhang zwischen der Inszenierung der Weiblichkeit in den Medien und Essstörungen.
Die Arbeit wurde mit der Note 1,3 bewertet und da ich mehrfach gefragt wurde, ob ich sie veröffentlichen würde, findet ihr sie hier nun. Die Formatierung habe ich ans Web angepasst und die Fotos aus urheberrechtlichen Gründen herausgenommen und nur die jeweiligen Verweise und Quellen angegeben.
Inhaltsverzeichnis
- Wenn Essen zum Problem wird
- Was ist eine Essstörung?
- Das herrschende Schönheitsideal
- Die Inszenierung der Weiblichkeit in den Medien
- Alternative Körperinszenierungen in der Werbung
- Fazit
- Literaturverzeichnis
- Fußnoten
1. Wenn Essen zum Problem wird
Eine hohe und stetig wachsende Anzahl von Menschen in unserer Gesellschaft leidet unter einer Essstörung. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geht davon aus, dass fast ein Drittel der Frauen und jeder zehnte Mann in Deutschland zumindest Frühformen einer Essstörung zeigen.1
Woher kommt diese starke Verbreitung? In welchem Zusammenhang stehen Essstörungen mit dem Ideal der Perfektion, das unsere Gesellschaft bestimmt? Welche Auswirkungen haben die omnipräsenten Bilder makelloser Körper in den Medien auf das Essverhalten des Einzelnen?
In dieser Arbeit werde ich mich mit der Frage beschäftigen, ob ein Zusammenhang zwischen dieser allgegenwärtigen Inszenierung der körperlichen Perfektion auf der einen und Essstörungen auf der anderen Seite besteht. Um den Rahmen der Arbeit nicht zu sprengen, werde ich mich hierbei auf die Inszenierung der Weiblichkeit sowie das Medium Werbung beschränken.
2. Was ist eine Essstörung?
Zunächst sollte geklärt werden, was man unter dem Terminus der Essstörung versteht.
Als Essstörung bezeichnet man generell ein krankhaftes Verhalten im Umgang mit der Nahrungsaufnahme, gekennzeichnet durch die ständige gedankliche und emotionale Beschäftigung mit dem Thema „Essen“ in Verbindung mit einer zu hohen oder zu niedrigen Energiezufuhr und/oder falscher Ernährung. Am weitesten verbreitet sind hierbei die Anorexia Nervosa (Magersucht), die Bulimia Nervosa (Ess-Brech-Sucht), die unspezifische Ess-Sucht sowie das Binge-Eating (Fress-Attacken). Darüber hinaus existieren noch weitere Formen, die für diese Arbeit aber nicht von Relevanz sind.2
Hinter einer Essstörung wie der Anorexia Nervosa oder der Bulimie steht in der Regel die Sehnsucht, dünn(er) sein zu wollen und somit dem in unserer Gesellschaft vorherrschenden Idealbild des Körpers näherzukommen. In dieser Arbeit werde ich mich daher auf die Magersucht und die Bulimie beschränken und andere Formen der Essstörungen vernachlässigen, da diese zum Großteil andere Hintergründe (wie etwa den des Ausfüllens innerer Leere durch übermäßige Nahrungsaufnahme) haben.
2.1 Anorexia Nervosa
Die Anorexia Nervosa ist – wie die umgangssprachliche Bezeichnung „Magersucht“ bereits andeutet – von dem übermäßigen Wunsch nach Gewichtsverlust gekennzeichnet. Der medizinische Fachbegriff Anorexia Nervosa bedeutet übersetzt „psychisch bedingte Appetitlosigkeit“, wobei der Begriff der Appetitlosigkeit hier allerdings irreführend ist: die Betroffenen leiden nicht an einem Mangel an Appetit, sondern versuchen vielmehr, Hunger und Appetit aufgrund einer starken Angst vor der Gewichtszunahme zu unterdrücken.3
Die Symptome der Anorexia Nervosa sind eine stark reduzierte Energiezufuhr durch eingeschränkte Nahrungsaufnahme (Hungern) und/oder das Vermeiden bestimmter, vor allem kalorienreicher Speisen sowie selbst herbeigeführtes Erbrechen, der Gebrauch von Medikamenten wie Abführmitteln, Appetitzüglern und/oder Entwässerungsmitteln und/oder übertriebene sportliche Aktivitäten.
Die Kriterien des internationalen Diagnosemanuals ICD-10 umfassen außerdem den Body Mass Index (BMI), der bei der Diagnose von Anorexia Nervosa unter 17,5 liegt.4
Für eine 1,70m große Person entspricht dies einem Gewicht von unter 50,5 kg.
Die Betroffenen leiden an einer Körperschemastörung: trotz eines bestehenden Untergewichts nehmen sie sich selbst als „zu fett“ wahr. Ihr Selbstwertgefühl hängt stark vom Körpergewicht ab.
2.2 Bulimia Nervosa
Im Falle von Anorexie verweigern die Betroffenen die Nahrung größtenteils; Bulimiker erliegen hingegen Heißhungerattacken, während derer sie große Mengen an Nahrung verschlingen, um sie hinterher aus Angst vor einer Gewichtszunahme wieder zu erbrechen. Trotz des Erbrechens, des Gebrauchs von Abführ- und Entwässerungsmitteln oder übermäßigem Sporttreiben kann in der Regel nicht die ganze Menge des aufgenommenen Essens wieder ausgeschieden werden, sodass Bulimikerinnen meist nicht unter-, sondern normalgewichtig sind.5
2.3 Daten zu Häufigkeit und Verteilung (Epidemiologie)
Wie eine Studie des Robert Koch-Instituts von 2006 zeigt, ist in Deutschland beinahe jedes dritte Mädchen essgestört. Bei 28,9 Prozent der elf- bis 17-jährigen Mädchen wurden Magersucht, Ess-Brech-Sucht oder Fettsucht diagnostiziert; bei gleichaltrigen Jungen 15,2 Prozent.6
Nach Angaben der Ärztekammer Niedersachsen haben knapp zwei Drittel aller Mädchen bis zum 18. Lebensjahr mindestens einmal eine Diät zur Gewichtsreduktion durchgeführt. Allein in Deutschland leiden also mindestens 220.000 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren an Magersucht (Anorexie) oder Ess-Brechsucht (Bulimie).7
Von Anorexie sind nach Angaben des Instituts über 100.000 Menschen betroffen, von Bulimie hingegen sogar sechsmal soviele.
Während Magersucht insbesondere bei Frauen zwischen 15 und 35 Jahren auftritt, liege die Zahl der magersüchtigen Männer bei fünf bis zehn Prozent – mit steigender Tendenz. Die Universität Ulm beziffert die die Häufigkeit in der weiblichen Bevölkerung zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr für Anorexie mit 0,5-1%, für Bulimie mit 3-4% und für Esssucht mit 6 %.
2.4 Pro Ana und Pro Mia
Im Internet haben sich desweiteren sogenannte Pro Ana- und Pro Mia-Bewegungen entwickelt: Communities, deren Mitglieder ihre Essstörung nicht als eine ernsthafte und zu behandelnde Krankheit, sondern als einen Lifestyle ansehen und sich gegenseitig darin unterstützen, immer dünner zu werden.
Die an Mädchennamen angelehnten Begrifflichkeiten Ana und Mia stellen hierbei Kosenamen der jeweiligen Krankheit dar, die als so etwas wie eine Freundin angesehen werden: Mia für Bulimie, Ana für Anorexia.
3. Das herrschende Schönheitsideal
Aber wie sieht es eigentlich aus, das Schönheitsideal, das in unserer Gesellschaft vorherrscht? In einem einzigen Wort beschrieben, wäre es „Perfektion“. In unserer leistungsorientierten Gesellschaft ist Erfolg eines der höchsten Ziele. Und das Streben nach der Perfektion im Job spiegelt sich natürlich auch im Umgang mit dem Körper wider: makellos hat dieser zu sein. Und Makellosigkeit bedeutet heutzutage in erster Linie, dünn zu sein. Der Körper eines präpubertären Mädchens gilt als Schönheitsideal.
Denn wie Günter Reich et alii erläutern, besteht hier ein starker Zusammenhang zwischen Schlankheit und Erfolg:
Schlankheit steht im gesellschaftlichen Bewusstsein für Schönheit, Attraktivität, Dynamik und Erfolg. [...] Demgegenüber werden üppige Formen mit einem Mangel an Intelligenz und beruflicher Inkompetenz gleichgesetzt.8
Dies schildert auch Marya Hornbacher in ihrer Autobiographie, in der sie über ihr Leben mit Bulimie und Magersucht spricht und die gesellschaftlichen Umstände untersucht, die zur Entstehung ihrer Essstörung beitrugen:
[...] wird Dicksein mit Schwäche, Faulheit und Armut gleichgesetzt. Schlankheit ist zum Ideal geworden, das „Selbstdisziplin, Kontrolle, sexuelle Freizügigkeit, Selbstbewußtsein, Konkurrenzbewußtsein und die Zugehörigkeit zu einer höheren sozioökonomischen Klasse symbolisiert.9
Im Barock sah das Schönheitsideal im Übrigen noch gänzlich anders aus: hier waren es dralle Frauen mit weiblichen Rundungen, die als schön galten.
4. Die Inszenierung der Weiblichkeit in den Medien
Zweifelsohne haben die Medien im Allgemeinen und die Werbung im Besonderen einen bedeutenden Einfluss auf dieses herrschende Schönheitsideal. Denn in unserer medialen Gesellschaft sieht man sich nahezu pausenlos mit Fotografien und Filmen konfrontiert, die den Körper so zeigen, wie er auszusehen hat: perfekt.
So begegnet man in der Werbung in der Regel ausschließlich schlanken, makellosen Frauen – wo man auch hinsieht, ob im TV, in Zeitschriftenanzeigen oder etwa auf Plakaten, es scheint keinerlei weibliche Körper zu geben, die von diesem gängigen Schönheitsideal abweichen (auf zwei Ausnahmen werde ich an späterer Stelle eingehen). Die dünnen Körper ziehen die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich, wirken interessanter als ein durchschnittlicher Körper, wie man ihm im Alltag sehen kann.10
So setzt die Werbung der Realität mit ihren kleineren und größeren Makeln also einen Filter vor, um auf diese Weise die Auflage oder Quote zu steigern. Und natürlich besitzen diese allgegenwärtigen Aufnahmen eine starke Vorbildfunktion.
Doch zu leicht geht unter, dass diese Aufnahmen fast ausnahmslos retuschiert wurden, dass die Models zumeist magersüchtig sind (eine Krankheit, die in 10-20% der Fälle tödlich endet11). Auf die nicht zu unterschätzenden Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung werde ich weiter unten eingehen.
Zu viele Menschen, gerade junge Frauen, sehen diese Bilder jedoch nicht als Produkte von Krankheit und Manipulation an, sondern als Realität und als zu erreichendes Ideal und fühlen sich minderwertig, wenn ihr Körper diesem Ideal nicht entspricht. So formuliert es Marya Hornbacher sehr treffend:
Wenn die vorpubertäre Figur (leicht zu beeindruckenden, pubertiereden) Mädchen als Ideal vor Augen gestellt wird, dann ist es nur zu verständlich, daß diese sich gegen die plötzliche, stumme Weigerung ihres Körpers, den kulturellen Normen zu entsprechen, sträuben. Wenn sie sich körperlich normal entwickeln, reißen sie sich den Arsch auf, um die eigene Natur zu besiegen. Es ist nicht leicht, sich in einem Körper wohlzufühlen, der das genaue Gegenteil des gesellschaftlichen Ideals ist.12
Neben diversen anderen Faktoren (wie beispielsweise dem familiären Umfeld und der psychischen Verfassung des Einzelnen) kommt dem Einfluss der Medien bei der Entstehung einer Essstörung eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu. Die omnipräsenten Bilder makelloser Frauenkörper im Fernsehen, im Film, auf Plakaten und in Illustrierten zeigen deutlich, wie eine perfekte Frau auszusehen hat. Und Perfektion – Erfolg – ist, wie oben erläutert, eines der grundlegenden Ideale unserer Gesellschaft.
Die Medien spiegeln diese Vorstellung wider: sind doch die Frauen in der Werbung – und hier ist es egal, ob sie Eis am Stiel bewerben, Autos, Enthaarungscreme oder was auch immer – schlank, schön, selbstbewusst, beliebt und erfolgreich. Wer will das denn nicht sein? Die Unterwerfung des Körpers erscheint als unerlässlicher erster Schritt auf dem Weg zu beruflichem Erfolg und persönlichem Glück.
4.1 Die Entstehung von Essstörungen auf den Fidschi-Inseln
Eine Studie von den Fidschi-Inseln beweist den Einfluss der Medien auf die Entstehung von Essstörungen: solange es dort keine Werbung gab, lebten die Frauen gesund. Doch mit Aufkommen der typischen dürrren Modelfotos durch den Import von Modemagazinen ab 1995 breiteten sich auch dort rasch Anorexia Nervosa und Bulimie aus. 13
Dies erläutert Silvia Uhle, Leitende Psychologin der Christoph-Dornier-Klinik für Psychotherapie in Münster: 1998 fanden sich auf den Fidschi-Inseln bereits 74% der weiblichen Teenanger zu dick. 15% erkrankten an Bulimie und erbrachen sich regelmäßig, Diäten gehörten, ebenso wie hierzulande, allmählich zur Tagesordnung.14
5. Alternative Körperinszenierungen in der Werbung
Doch die Werbung hält auch andere Darstellungen des weiblichen Körpers parat – Darstellungen, die nicht das makellose Idealbild zeigen. Zwei diametrale Beispiele hierfür sind zum einen die Magersüchtige Isabelle Caro, die ihren abschreckend ausgemergelten Körper für Benetton-Werbung zur Schau stellte um so auf die Krankheit Anorexia aufmerksam zu machen, sowie die „Initiative für wahre Schönheit“ der Firma Dove, deren Plakate betont normalgewichtige Frauen mit Rundungen zeigen.
5.1 Isabelle Caro
Für viele Kontroversen sorgte 2007 die französische Anorektikerin Isabelle Caro, die sich nackt von dem Benetton-Skandalfotograf Oliviero Toscani ablichten ließ. Die Werbeplakate, auf denen ihr ausgemergelter Körper eindeutig abstoßend wirkt und so gar nicht mehr dem Schönheitsideal entspricht, sollten laut Caro und Toscani eine deutliche Botschaft gegen die Krankheit Anorexie darstellen.
Die Aktion löste jedoch eine Debatte darüber aus, ob Toscani und Caro entgegen ihrer Beteuerungen, sich gegen Magersucht zu engagieren, die Anorexie nicht doch eher vermarkteten.15
In Pro Ana-Kreisen werden Aufnahmen von Isabelle Caro als sogenannte Thinspirations verbreitet, also als Bilder, die zum weiteren Abnehmen anspornen sollen.
5.2 Die „Initiative für wahre Schönheit“ der Firma Dove
inen deutlichen Akzent gegen den Schlankheitswahn in der Werbung setzt die Firma Dove mit ihrer „Initiative für wahre Schönheit“. Auf den Werbeplakaten zeigen sich normalgewichtige Frauen – durchaus mit der ein oder anderen Rundung. Aber was sie ausstrahlen, das ist Zufriedenheit mit sich selbst und der Welt. Eine Zufriedenheit, die Essgestörte niemals erreichen können, egal wie viel oder wie wenig sie wiegen.
Ergänzt wird die Initiative durch einen Webauftritt, der unter anderem einige kurze Videos bereitstellt.
In dem populären Videoclip „Evolution“16 zeigt Dove, welch immense Bedeutung dem In-Szene-Setzen der Models sowie der anschließenden Retusche der Fotografie zukommt: eine eher durchschnittlich aussehende Frau wird zunächst professionell gestylt und geschminkt, dann fotografiert. Die Aufnahme wird in einem Bildbearbeitungsprogramm geöffnet, und im Zeitraffer kann man mitverfolgen, durch wie viele kleine Tricks das Bild immer weiter retuschiert wird – sodass dem Betrachter am Ende ein makelloses Antlitz erhaben von einer Plakatwand entgegenblickt, das so in der Realität allerdings überhaupt nicht existiert, und auch nicht existieren kann.
6. Fazit
Dass ein Zusammenhang zwischen der Inszenierung der Weiblichkeit in den Medien und der Verbreitung von Essstörungen besteht, ist also offensichtlich. Ebenso die Ambivalenz in unserer Gesellschaft, die nach immer mehr Perfektion, Leistung und Erfolg strebt und gleichzeitig ein derart unrealistisches Schönheitsideal hervorgebracht hat, dass ihre Ikonen – Lara Croft, Barbie und wie sie alle heißen – aufgrund ihrer Physiognomie nicht einmal lebensfähig wären.
Wir sollten uns fragen, ob wir diesen eingeschlagenen Kurs beibehalten wollen, ob wir uns immer weiter mit unterernährten, computerretuschierten Idealkörpern umgeben wollen und dafür den Preis der ewigen Unzufriedenheit mit dem eigenen, realen Körper zahlen. Begrüßenswert wären beispielsweise ein international vorgeschriebenes Mindestgewicht für Models, ein realistischeres Aussehen der Schaufensterpuppen sowie Aufklärungsarbeit zum Thema Essstörungen, gerade bei Kindern und Jugendlichen, die aufgrund ihrer Beeinflussbarkeit zu den am stärksten gefährdeten Gruppen zählen.
7. Literaturverzeichnis
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8. Fußnoten
- Vgl. Bertram Lingnau:
Essstörungen – Professionelle Hilfe im Internet.
In: Unabhängige Patienberatung Deutschland, 14.12.2007, URL: http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/index.php?id=119&tx_ttnews[pS]=1234438917&tx_ttnews[pointer]=4&tx_ttnews[tt_news]=59&tx_ttnews[backPid]=118&cHash=11d922bcdd (10.03.2009). - Vgl. Reich, Günter/Cornelia Götz-Kühne/Uta Killius:
Essstörungen. Magersucht, Bulimie, Binge Eating.
Stuttgart 2004, S. 17. - Vgl. ebd., S. 18.
- Vgl. ebd., S. 21.
- Vgl. Hans-Ulrich Wittchen und B. Timothy Walsh:
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In: Handbuch Psychische Störungen. Eine Einführung. 2. Aufl. Weinheim 1998, S. 173. - Vgl. o. V.:
Gesundheitsstudie KiGGs. Fast jedes drittes Mädchen leidet unter Essstörungen.
In: tagesschau.de. Die Nachrichten der ARD, 25.09.2006, URL: http://www.tagesschau.de/inland/meldung95684.html (14.03.2009). - Vgl. o. V.:
Zahlen zu Essstörungen.
In: Hungrig Online, 10.10.2005, URL: http://www.hungrig-online.de/presse/presseinformationen/zahlen_essstoerungen.php (08.03.2009). - Reich, Günter/Cornelia Götz-Kühne/Uta Killius,
Essstörungen, S. 33. - Marya Hornbacher,
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9. Aufl. Frankfurt/Main 2008, S.82. - Vgl. ebd. S. 34.
- Vgl. Franz Engels,
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In: Psychiatriegespräch, o.D., URL: http://www.psychiatriegespraech.de/psychische_krankheiten/essstoerungen/essstoerungen_prognose.php (12.03.2009). - Hornbacher: Alice im Hungerland, S. 92.
- Vgl. Claudia Jennifer Schweikart,
Bulimie auf den Fiji-Inseln.
In: LoveU, o.D., URL: http://www.love-u-feel-free.de/html/Fiji_Maedchen.html (14.03.2009). - Vgl. o.V.,
Schönheit im Zeichen der Globalisierung – Anorexie und Bulimie als Exportware.
In: Presseanzeiger.de, 08.10.2007, URL: http://www.presseanzeiger.de/meldungen/gesundheit-medizin/239972.php (14.03.2009). - Vgl. Margot Reis:
Isabelle Caro. Wie eine Magersüchtige ihre Krankheit vermarktet.
In: Welt Online, 07.12.2007, URL: http://welt.de/vermischtes/article1436760/Wie_eine_Magersuechtige_ihre_Krankheit_vermarktet.html (14.03.2009). - Vgl. o.V.:
Evolution.
In: Campaign For Real Beauty, o.D., URL: http://www.campaignforrealbeauty.com/home_films_evolution_v2.swf (08.03.2009).
was ist ein Trauma?
Das Wort Trauma kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt erst einmal nichts anderes als „Wunde“ oder „Verletzung“.
Ein psychisches Trauma entsteht in Folge eines extrem stressreichen Ereignisses, das die betroffene Person überfordert.
Normalerweise stellt der Körper bei einer bedrohlichen Situation um auf „Kampf“ (fight) oder „Flucht“ (flight). Wenn diese beiden Optionen jedoch nicht möglich sind, entsteht ein Gefühl von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein bis hin zur Todesangst. Im Gehirn kommt es also zu einer Reizüberflutung, auf die nicht aktiv durch Kampf oder Flucht reagiert werden kann. Stattdessen fühlt man sich wie gelähmt, erlebt die Situation als unwirklich. Dies ist der Versuch der Psyche, die belastende Situation von sich fernzuhalten und teilweise oder vollkommen abzuspalten. Dieses Phänomen nennt man freeze and fragment.
Einfach dargestellt:
äußeres, stressreiches Ereignis
→ Überflutung mit aversiven Reizen
→ no fight / no flight
→ Konsequenz: freeze und fragment
Eine Situation X, die für Person A traumatisierend ist, muss für Person B nicht zwangsläufig auch traumatisierend sein. Hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Auf die möglichen Folgen eines Traumas wird weiter unten näher eingegangen.
Allerdings gibt es bestimmte Situationen, die bei vielen Menschen ein Trauma auslösen. Hierzu zählen zum Beispiel:
- Krieg
- Unfälle und (Natur-)Katastrophen
- sexueller und emotionaler Missbrauch
- Vergewaltigung
- Vernachlässigung
Traumafolgestörungen
Welche Auswirkungen ein Trauma hat, hängt von mehreren Faktoren ab. Je jünger ein Mensch zum Zeitpunkt einer Traumatisierung ist, je weniger also sein Welt- und Selbstbild gefestigt ist, desto verheerender wirkt sie sich in der Regel aus. Die Dauer und Schwere der Traumatisierung stellen ebenso wie die persönliche Verfassung und Sensibilität einen weiteren Aspekt dar. Ein wichtige Rolle spielt zudem die Frage, ob man Hilfe erhält oder auf sich alleine gestellt ist. So ziehen kollektive Traumata wie etwa ein Erdbeben, nach dem sich die Betroffenen untereinander austauschen können, andere Folgen nach sich als etwa die Situation eines Kindes, das innerhalb der Familie missbraucht wird und sich niemandem anvertrauen kann.
Mögliche Traumafolgen reichen von einer vorübergehenden akuten Belastungsreaktion bis hin zu einer (komplexen) posttraumatischen Belastungsstörung. Durch das oben erläuterte Phänomen des Freeze und Fragment kommt es häufig zu einer Abspaltung der traumatischen Erlebnisse, die vom Verlust des emotionalen Bezugs bis hin zu einer völligen Amnesie (nicht mehr daran erinnern können) für das Ereignis reichen kann. Häufig tauchen blitzartige Erinnerungsfragmente an das Trauma dann als sogenannte Flashbacks auf.
Im Extremfall entsteht durch dieses Abspalten der Traumata eine Dissoziative Identitätsstörung, bei der sich die Persönlichkeit eines Menschen in mehrere Anteile aufspaltet.
Persönlichkeitsstörungen wie beispielsweise die Borderline-Störung gehen oft auf Traumata in der Kindheit zurück. Verhaltensweisen wie Essstörungen, Substanzmissbrauch oder Selbstverletzungen können mitunter ebenfalls der Versuch sein, mit den Auswirkungen eines traumatischen Ereignisses umzugehen. Auch körperliche Beschwerden können psychosomatische Traumafolgen darstellen.
Hilfe für Trauma-Betroffene
Ganz wichtig ist professionelle Hilfe in Form von ambulanten oder stationären Psychotherapien bei speziell geschulten Traumatherapeuten/-therapeutinnen. Informationen über in der Umgebung niedergelassene Traumatherapeuten erhält man über die Krankenkasse oder auch über die Suche auf der Webseite der DGPT.
Unterstützung bieten darüber hinaus Organisationen wie der Weiße Ring oder Wildwasser.
Innere Kinder, Täter, Helfer & Co – Jochen Peichl
Der Ego-State-Theorie zufolge besteht das Ich eines jeden gesunden Menschen aus verschiedenen Selbst-Anteilen, den Ego-States. So unterscheidet sich das Ego-State, das im Berufsleben Entscheidungen trifft, von demjenigen, das zu Hause mit den Kindern herumalbert. Alle Ego-States zusammen machen die Persönlichkeit eines Menschen aus und ermöglichen es, flexibel auf die verschiedensten Situationen zu reagieren.
Traumata, insbesondere im frühen Kindesalter, verhindern jedoch die Integration dieser einzelnen Anteile – sie sind voneinander dissoziiert. Es entstehen kindliche (Opfer-)Anteile, Täterintrojekte oder auch Innere Helfer. Die Folgen reichen von Inkonsistenzen im Selbstbild über Amnesien bis hin zu der krassesten Ausprägung, der Dissoziativen Identitätsstörung (DIS, vormals als Multiple Persönlichkeitsstörung bezeichnet). Auch die Symptomatik der Borderline-Persönlichkeitsstörung begründet Jochen Peichl anhand des Ego-State-Ansatzes.

Unter dem Titel “Innere Kinder, Täter, Helfer & Co. Ego-State-Therapie des traumatisierten Selbst” erläutert Peichl das Zustandekommen dieser Abspaltung von Teilpersönlichkeiten. Er gibt dem Leser einen ausführlichen Überblick über die unterschiedlichen Modelle der Ego-State-Theorie an die Hand und zeigt schließlich auf, wie die Arbeit mit den einzelnen Anteilen in der Psychotherapie genutzt werden kann.
Auf Betroffene der dissoziativen Identitätsstörung geht Jochen Peichl hierbei nur am Rande ein. Vielmehr stellt er die Behandlung von Menschen mit komplexer posttraumatischer Belastungsstörung (kPTBS) sowie den Diagnosen DSNNS (dissoziative Störung, nicht näher spezifiziert) oder Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) in den Fokus.
Neben dem grundlegenden Ansatz nach John und Helen Watkins – den Begründern der Ego-State-Theorie – werden unter anderem auch die Konzepte von Jeffrey Young und Elizabeth Howell erläutert, die sich mit den Ego-States bei Borderline-Patienten befassen. Auch die auf Handlungssystemen basierende Theorie der Strukturellen Dissoziation nach Nijenhuis mit ihrer Unterscheidung in ANPs (“anscheinend normaler Persönlichkeitsanteil”) und EPs (“emotionale Persönlichkeitsanteile”) darf nicht fehlen.
Somit erhält der Leser einen umfassenden Überblick über aktuelle Erklärungsmodelle und Therapieansätze.
Ins Detail geht Peichl schließlich, indem er die einzelnen Ego-States differenziert betrachtet: handelt es sich beispielsweise bei den “inneren Verfolgern” – denjenigen States also, die den Betroffenen im Hier und Jetzt das Leben schwer machen – um täteridentifizierte Introjekte oder um radikale Helfer-Anteile? Dies trägt zum Verständnis der jeweiligen Handlungen bei.
Unterschieden wird auch zwischen Opfer- und Täteranteilen, die durch sadistischen Missbrauch entstehen und solchen bei nicht-sadistischem Missbrauch.
Anschließend wendet Peichl sich der psychotherapeutischen Praxis zu und schildert die Behandlungstechniken der Ego-State-Therapie bei traumabasierten Störungen unter Zuhilfenahme verschiedener Ansätze, wie etwa den Imaginationsübungen.
In erster Linie richtet sich dieses Buch an PsychotherapeutInnen, ist aber auch für Betroffene in psychoedukativer Hinsicht interessant. Für das Verständnis kann es allerdings hilfreich sein, bereits über einiges Vorwissen zum Thema Traumata, Dissoziationen und der Borderline-Persönlichkeitsstörung zu verfügen.
Der Autor Dr. med. Jochen Peichl arbeitet als Oberarzt der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum Nürnberg und ist Experte für die Therapie von trauma-assoziierten Störungen, der Borderline-Störung sowie der Dissoziativen Identitätsstörung.
Erschienen im Verlag Klett-Cotta in der Reihe “Leben lernen”, ISBN: 978-3608890471, 24,90 €.
Notfallkoffer
der Notfallkoffer selber
Natürlich musst du hierfür keinen richtigen Koffer verwenden. ![]()
Geeignet sind alle Arten von Kisten oder Schachteln, die genügend Platz für deine Sammlung bieten und die du auch ohne Probleme mitnehmen kannst, wenn du verreist o. Ä.
Praktisch ist zum Beispiel ein Schuhkarton, den du ganz individuell bemalen und bekleben kannst – wie wäre es mit Geschenkpapier, selbstgeknipsten Fotos, Acrylfarben, …?
was kommt hinein?
Im Notfallkoffer finden alle Dinge Platz, die hilfreich und gesund sind – also keine Klingen, Alkohol oder dergleichen.
Ansonsten sind deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt – vielleicht klingt von der folgenden Liste ja etwas gut für dich:
- Fotos von Freunden oder deinen Tieren
- … oder vom Meer, Himmel, … was auch immer du magst
- liebe Briefe von Freunden (du kannst sie auch bitten, einen Text für deinen Notfallkoffer zu schreiben)
- kleines Puzzle
- Geduldsspiel
- Murmeln oder hübsche kleine Steinchen
- Rätselheft
- Kaugummis
- ein paar Teebeutel mit leckeren Sorten
- Parfum oder Duftöl, das du gerne riechst
- Igelball
- Haargummi zum Flitschen
- Chilischote
- CD mit schönen Songs (nichts Runterziehendes)
- kleines Stofftier
- Zettel mit Telefonnummern von Menschen, die du anrufen kannst, wenn es dir nicht gut geht (Freunde, Thera, Telefonseelsorge, …)
- Zettel mit der Adresse der Krisenintervention
- Notizblock und Stift
Skills
Hierbei gibt es ganz unterschiedliche Methoden: einige, die dich ablenken, welche, wo du dich auf ungefährliche Weise abreagieren und wieder “erden” kannst, und und und.
Nicht jeder Skill wirkt bei jedem Menschen und in jeder Situation. Welche Skills dir helfen, kannst du nur durch Ausprobieren herausfinden. Hier findest du einige Anregungen.
Skills zum Ablenken
- puzzlen
- Sport machen
- spazierengehen
- einen Tee / Kaffee kochen
- aufräumen
- mit den Haustieren spielen
- stricken
- lernen (Liedtexte zum Beispiel)
- dann ordentlich mitsingen ! je schräger je besser
- Schränke ausmisten
- wenn noch jemand da ist: Spielen (z.B. ich sehe was, das du nicht siehst)
Skills zum Auspowern und Druck abbauen
- einen Igelball kneten
- Sport machen
- lange Spazieren gehen
- auf ein Kissen einschlagen
- Papier zerreißen
- laute Musik hören (aber eben nichts, was dich runterzieht)
- Schreien (Wahlweise in ein Kissen oder im Wald)
Skills gegen Dissoziationen
- etwas Scharfes essen (Chilischote, Kaugummis wie etwa Airwaves)
- (wenn’s draußen kalt ist) das Fenster aufmachen und bewusst die kalte Luft einatmen
- Eiswürfel auf die Haut pressen
- einen Igelball kneten
- nacheinander (jeweils unterschiedliche) 5, 4, 3, 2, 1 Dinge aufzählen, die man sieht / riecht / hört / fühlt
- Du nimmst einen Gegenstand. Irgendeinen. Und guckst ihn genau an. Nun beschreibst du still für dich den Gegenstand, als müsstest du ihn einem Blinden beschreiben. (wie schaut er aus, Farbe, wie fühlt er sich an, Form usw.) (Praktisch ist, man kann diese Übung jederzeit überall machen ohne aufzufallen
) - Warm oder kalt duschen (bitte auf die Temperatur achten – nicht verbrühen!)
- Badewanne mit Quietscheente
(bei wenig Körperempfinden bitte ein Badethermometer benutzen!)
Thread im Forum
Um euch darüber auszutauschen, welche Skills ihr persönlich anwendet und welche euch helfen, gibt es hier einen Thread im Traumazone-Forum.
Tresortechnik
Voraussetzung: Üben
Wie alle Techniken dieser Art braucht auch die Tresortechnik etwas Übung, damit sie funktioniert. Das bedeutet, dass du nicht gleich versuchen solltest, etwas Belastendes damit in Griff zu bekommen, sondern erst einmal mit “Trockenübungen” anfängst: stell dir irgend etwas Harmloses vor, das du dann versuchst, in den Tresor zu packen. Wenn das klappt, bist du gewappnet für Flashbacks & Co.
das Aussehen des Tresors
Zuerst stellst du dir ganz genau vor, wie der Tresor aussehen soll. Je genauer du dir die Details vor Augen führst, umso realistischer wird dir der Tresor vorkommen und daher kannst du umso besser damit arbeiten. Lass dir also ruhig Zeit für die Ausgestaltung deines Tresors.
- Wie groß soll der Tresor sein?
- Ist er eingelassen in irgendeine Wand, oder handelt es sich um so ein kleineres Ding, das irgendwo (wo?) herumsteht? Vielleicht sieht er auch aus wie eine Truhe?
- Musst du dich hinknien, um etwas hineinzutun/herauszunehmen, oder stehst du dabei?
- Welche Farbe hat er außen, aus welchem Material ist er? Wie fühlt es sich an, wenn du deine Hände auf den Tresor legst? Warm/kalt? Besitzt er eine rauhe Oberfläche oder eine glatte?
- Das Schloss ist natürlich auch wichtig. Soll das ein ganz normales Schloss sein oder ein Zahlenschloss, oder ein Vorhängeschloss, …?
- Und wo verwahrst du den Schlüssel?
- Wie sieht der Tresor innen aus – einfach wie ein Schrank, oder mit Regalböden, oder unterteilt in Fächer, oder…? Eventuell mit Samt ausgeschlagen?
- … und und und
Dinge in den Tresor packen
Bei allen Dingen, die du in den Tresor packen willst, ist es wichtig, dass sie irgendwie materiell werden. Bei “Kopfkino” und Co. muss man sich also kleine Umwege ausdenken, auf die ich weiter unten eingehe.
Außerdem ist wichtig, dass du den Tresor immer gefahrlos öffnen kannst, ohne direkt durch die darin befindlichen Dinge getriggert zu werden. Daher brauchst du eine neutrale Verpackung für die einzelnen Inhalte, die du beschriften kannst.
Bilder / Flashback
Einzelne Bilder oder Flashback-Szenen kannst du dir als ein Foto oder einen kurzen Videofilm vorstellen. Je nachdem, was du lieber magst, können Videos auf den guten alten Videokassetten gespeichert sein oder auf DVD, auch als 16mm-Film, oder *.avi-Datei, oder oder oder… – erlaubt ist, was immer du willst. Hauptsache, du kannst es dir gut vorstellen und im Kopf “greifbar machen”.
Fotos solltest du dir am besten so vorstellen, dass sie etwas unscharf sind oder schwarz-weiß… nicht allzu groß – und vielleicht auch schon mit Eselsohren oder Knicken? Denn du hast die Kontrolle über diese Bilder und kannst sie ruhig in der Mitte zusammenfalten, zerknüllen, oder was auch immer.
Damit dich die Fotos oder Video-Episoden beim späteren Öffnen des Tresors nicht “anspringen”, musst du sie jetzt noch verpacken. Dafür bieten sich DVD-Hüllen, diese Kartonschuber von Videokassetten, Schachteln oder Umschläge an, die du mit einem kurzen, neutralen Hinweis beschriften und dann weglegen kannst. Auch hier gilt: je genauer du dir das Wegpacken vorstellst, desto wirksamer ist es. In welcher Ecke des Tresors lagerst du diese Sachen beispielsweise?
Gerüche
Triggernde Gerüche kannst du dir als eine kleine Wolke vorstellen, wie man sie etwa aus Comics kennt. Dann kannst du sie beispielsweise in ein Glasfläschchen leiten, welches du anschließend gut verkorkst. Schon kann der Geruch nicht mehr herauskommen. Die Flasche könntest du nun zur Sicherheit noch in ein weiches Tuch wickeln, damit sie nicht zerbricht, und so in den Tresor legen.
Gedanken
Auch immer wiederkehrende Gedanken, mit denen kein bestimmtes Bild verbunden ist, kannst du in den Tresor packen.
Dazu stell dir einen Zettel vor, auf den du diese Gedanken in Stichworten kurz aufschreibst. Wie sieht dieser Zettel aus? Ist es einer von diesen bunten, quadratischen Notizzetteln? Oder ein schlichtes weißes Blatt Din A4-Papier? Oder…? Zusammengefaltet oder in einen Umschlag gesteckt kannst du so auch diesen Gedanken im Tresor verwahren. Da ist er gut verwahrt, bis es irgendwann an der Zeit ist, ihn zu bearbeiten – aber im Kopf muss er dir dann nicht mehr andauernd herumgeistern.